Rom, 17. Februar 1600. Auf dem Campo de' Fiori stirbt Giordano Bruno auf dem Scheiterhaufen.
Der ehemalige Dominikaner, Philosoph und unbequeme Denker hatte Vorstellungen von Gott, Mensch und Kosmos entwickelt, die ihn in Konflikt mit den religiösen Autoritäten seiner Zeit brachten. Nach Jahren der Gefangenschaft und einem langwierigen Inquisitionsverfahren wurde er als Häretiker verurteilt.
Doch wer war dieser Giordano Bruno eigentlich?
Ein Märtyrer der Wissenschaft, als der er später oft dargestellt wurde? Ein Ketzer? Ein religiöser Sucher? Ein brillanter Freigeist - oder einfach ein Mann, der von seinen eigenen Überzeugungen nicht lassen konnte?
Seine Geschichte führt mitten hinein in Fragen, die bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren haben:
Wie frei darf Denken sein? Wie viel Widerspruch muss Religion aushalten? Wann verdient eine Überzeugung unseren Mut - und wann unseren Zweifel? Und gibt es Gedanken, die wir selbst niemals widerrufen würden?
Ein Abend über einen der eigenwilligsten Denker der europäischen Geistesgeschichte - und über die Freiheit, zu glauben, zu zweifeln und selbst zu denken.