Aufbrechen, die Heimat verlassen, unterwegs sein und an einem neuen Ort ankommen – Migration gehört zu den grundlegenden Erfahrungen der Menschheit. Auch die Bibel erzählt immer wieder von Menschen, die freiwillig oder gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen: Abraham und Sara brechen in ein unbekanntes Land auf, das Volk Israel flieht aus Ägypten, Rut findet als Fremde eine neue Heimat und Maria und Josef suchen mit dem Jesuskind Schutz in Ägypten.
Der Vortrag nimmt ausgewählte biblische Migrationsgeschichten in den Blick und fragt danach, welche Erfahrungen von Fremdsein, Verlust, Hoffnung, Gastfreundschaft und Neubeginn darin sichtbar werden. Was bedeutet Heimat in diesen Erzählungen? Wie begegnen Menschen dem Fremden? Und welche Impulse können die jahrtausendealten Texte für unseren heutigen Blick auf Flucht und Migration geben?
Im Anschluss an den Vortrag sind die Teilnehmenden eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, eigene Perspektiven einzubringen und die Aktualität der biblischen Geschichten gemeinsam zu diskutieren.