Wie gelingt Verständigung, wenn Positionen verhärtet sind? Was braucht es, damit Dialog möglich bleibt – auch über Grenzen, Machtblöcke und politische Gegensätze hinweg? Der international gefeierte Dokumentarfilm „Der Helsinki Effekt“ von Arthur Franck blickt auf die historischen KSZE-Verhandlungen in Helsinki 1975 zurück. Aus Archivmaterialien und KI-generierten Vertonungen ehemaliger Geheimdokumente entsteht ein ebenso faszinierender wie überraschend gegenwärtiger Blick auf Diplomatie, Machtpolitik und die Kunst des Verhandelns. Was lange als endlose diplomatische Auseinandersetzung ohne große Bedeutung galt, wurde im Rückblick zu einem wichtigen Baustein für das Ende des Eisernen Vorhangs.Im Anschluss bzw. begleitend zum Filmabend lädt das Bildungswerk Rosenheim e. V. gemeinsam mit Democrazy Labor zu einer Live-Podcast-Session zum Thema „Fehlerkultur und Demokratie“ ein. Dabei geht es um die Frage, welche Rolle Fehler, Irritationen und Lernprozesse für demokratisches Zusammenleben spielen. Denn Demokratie lebt nicht davon, dass immer sofort alles gelingt. Sie lebt davon, dass Menschen miteinander im Gespräch bleiben, Widerspruch aushalten, aus Fehlern lernen und gemeinsame Lösungen suchen.
Democrazy Labor ist ein Podcast- und Bildungsformat, das Demokratie dort sucht, wo sie im Alltag konkret wird: in Familie, Kita, Arbeit, Kirche, Institutionen und gesellschaftlichem Zusammenleben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie demokratische Haltung gelernt, erlebt und weiterentwickelt werden kann.Das Format ist eine Kooperation zwischen dem Katholischen Bildungswerk Rosenheim und Democrazy Studio und wird durch die Katholische Erwachsenenbildung München und Freising gefördert. In Gesprächen, Interviews und Live-Formaten macht Democrazy Labor Demokratie nahbar, hörbar und diskutierbar.
Infos zu Democrazy & Democrazy Labor: www.democrazy.studio
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