Die christliche Theologie macht meist das Judentum für die Verurteilung der Homosexualität im Abendland verantwortlich. Juden aber haben die Texte im Buch Levitikus und die Geschichte von Sodom ganz anders gelesen: als Warnungen vor innerfamiliärer und soldatischer sexueller Gewalt. Der Vortrag beleuchtet die unterschiedlichen Sichtweisen und lädt ein, die Dinge einmal aus ungewohnter Perspektive zu betrachten.
Dr. Norbert Reck, geb. 1961, ist katholischer Theologe und freier Publizist. Er ist Mitglied im Gesprächskreis Juden und Christen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Zahlreiche Rundfunk-, Buch- und Zeitschriftenbeiträge. Vortragstätigkeit in Europa und den USA. Lehraufträge für Theologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, an der Universität Saarbrücken, an der Freien Universität Berlin und an der Universität Freiburg. Zuletzt erschien von ihm: Kein anderes Ufer: Die Erfindung der Homosexualität und ihre Folgen (Grünewald-Verlag 2024); Dem Juden Jesus auf der Spur: Was er wollte, was er glaubte (Katholisches Bibelwerk 2024).
Eintritt frei
ohne Anmeldung
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg und vom PV Brannenburg-Flintsbach in Kooperation mit dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München e.V. und der Gesellschaft Freunde Abrahams e.V.